Gepäck

1. Als Gepäck Nicht Anzunehmende Gegenstände

  • Der Fluggast darf folgende Gegenstände nicht als Gepäck mitführen:
    • (i)Gegenstände, die nach Maßgabe der vorstehenden Ziffer 1 nicht als Gepäck gelten;
    • (ii)Gegenstände, die möglicherweise das Flugzeug, Personen oder Gegenstände an Bord des Flugzeugs gefährden, z.B. Güter nach Maßgabe der von der ICAO (International Civil Aviation Organisation) herausgegebenen technischen Anweisungen für den sicheren Transport gefährlicher Güter auf dem Luftweg (Technical Instruction for the Safe Transport of Dangerous Goods by Air), der von der IATA (International Air Transport Association) herausgegebenen Regelungen für gefährliche Güter (Dangerous Goods Regulations) und der Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers (weitere Informationen sind auf Anfrage beim Luftfrachtführer erhältlich).
    • (iii)Gegenstände, deren Beförderung nach Maßgabe der geltenden Gesetze, der Vorschriften und Verfügungen eines Staates, von dem aus geflogen, der angeflogen oder überflogen wird, verboten ist;
    • (iiii)Gegenstände, die nach Ansicht des Luftfrachtführers aufgrund ihres Gewichts, ihrer Größe oder Art für die Beförderung ungeeignet sind, wie beispielsweise zerbrechliche oder verderbliche Güter.
    • (iiiii)lebende Tiere, vorbehaltlich der Regelungen in der nachstehenden Ziffer 9.10.
  • Schusswaffen und Munition, ausgenommen für Jagd- oder Sportzwecke, dürfen nicht als Gepäck befördert werden. Schusswaffen und Munition für Jagd- und Sportzwecke können nach Maßgabe der Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers als aufgegebenes Gepäck befördert werden. Schusswaffen sind ungeladen, gesichert und entsprechend verpackt zu transportieren. Die Beförderung von Munition hat nach Maßgabe der im vorstehenden Absatz 9.1.1.2 aufgeführten Regelungen der ICAO und der IATA zu erfolgen.
  • Im aufgegebenen Gepäck des Fluggasts dürfen zerbrechliche oder verderbliche Güter, Geld, Schmuck, Edelmetalle, Silberwaren, Wertpapiere, Effekten oder sonstige Wertsachen, Geschäftsunterlagen, Pässe, sonstige Ausweisdokumente und Muster nicht enthalten sein.
  • Waffen, wie antike Schusswaffen, Schwerter, Messer und ähnliche Gegenstände können nach Maßgabe der Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers als aufgegebenes Gepäck befördert werden, dürfen jedoch nicht in der Kabine mitgeführt werden.
  • Werden Gegenstände befördert, auf die in den vorstehenden Absätzen 9.1.1 und 9.1.2 Bezug genommen wird, befördert, und zwar ungeachtet dessen, ob deren Beförderung als Gepäck gestattet oder untersagt ist, so ist die Beförderung zuschlagpflichtig und den Haftungsbeschränkungen und sonstigen auf die Beförderung von Gepäck anwendbaren Regelungen dieser Beförderungsbedingungen unterworfen.

2. Beförderungsverweigerungsrecht

    Der Luftfrachtführer kann die Beförderung der in der vorstehenden Ziffer 9.1 als von der Beförderung ausgeschlossenen Gegenstände als Gepäck verweigern; des Weiteren kann er, nachdem solche Gegenstände entdeckt wurden, eine Weiterbeförderung verweigern.
  • Der Luftfrachtführer kann die Beförderung von Gegenständen als Gepäck aufgrund deren Größe, Form, Gewicht oder Art verweigern.
  • Sofern mit dem Luftfrachtführer nicht im Voraus Vereinbarungen über deren Beförderung getroffen wurden, kann der Luftfrachtführer nachträglich zusätzliche Gebühren berechnen.
  • Der Luftfrachtführer kann die Annahme aufzugebenden Gepäcks verweigern, wenn es nicht ordnungsgemäß in Koffern oder sonstigen geeigneten Behältnissen verpackt ist, um eine sichere Beförderung mit der üblichen Vorsicht bei der Behandlung zu gewährleisten.
  • 3. Untersuchung Von Fluggast Und Gepäck

    Aus Sicherheitsgründen kann der Luftfrachtführer eine Untersuchung des Fluggasts und seines Gepäcks auf das Vorhandensein von im vorstehenden Absatz 9.1.1. aufgeführten Gegenständen oder von Waffen und Munition, die dem Luftfrachtführer nicht gemäß dem vorstehenden Absatz 9.1.2 angezeigt wurden, vornehmen. Dies kann auch in Abwesenheit des Fluggasts erfolgen, falls der Fluggast nicht erreichbar ist. Sollte der Fluggast in eine solche Untersuchung nicht einwilligen, so kann der Luftfrachtführer die Beförderung des Fluggastes oder seines Gepäcks ablehnen.

    4. Aufgegebenes Gepäck

    • Nach der Übergabe des aufzugebenden Gepäcks an den Luftfrachtführer nimmt es dieser in seine Obhut und stellt für jedes aufgegebene Gepäckstück eine Gepäckmarke aus.
    • Falls das Gepäck weder mit einem Namen, Initialen oder einer sonstigen persönlichen Kennung versehen ist, so hat der Fluggast das Gepäck vor Aufgabe entsprechend zu kennzeichnen.
    • Aufgegebenes Gepäck wird mit demselben Flugzeug befördert, in dem der Fluggast befördert wird, es sei denn, der Luftfrachtführer hält eine solche Beförderung für nicht durchführbar. Im letzteren Fall wird der Luftfrachtführer das aufgegebene Gepäck auf seinem als nächstes abgehenden Flug befördern, auf dem Platz verfügbar ist.
    • 5. Freigepäck

      Nach Maßgabe sowie vorbehaltlich der Bedingungen und Beschränkungen der Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers können die Fluggäste Gepäckstücke als Freigepäck mitführen.

      6. Übergepäck

      Der Fluggast hat für die Beförderung von Gepäck, das über die Freigepäckmenge hinausgeht, einen Zuschlag zu zahlen, dessen Höhe und Art in den Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers festgelegt sind.

      7. Deklarierung Höherer Werte, Zuschläge

      • Bietet der Luftfrachtführer nach Maßgabe seiner Tarifbestimmungen die Möglichkeit an, einen höheren Gepäckwert zu deklarieren, so kann der Fluggast für sein aufgegebenes Gepäck einen Wert deklarieren, der die gültigen Haftungsbeschränkungen übersteigt. Falls der Fluggast eine solche Deklarierung vornimmt, so hat er die hierfür anfallenden Zuschläge zu entrichten.
      • Der Luftfrachtführer lehnt die Deklaration eines höheren Werts für Gepäck ab, falls ein Teil der Beförderung von einem anderen Luftfrachtführer übernommen wird, der kein entsprechendes Angebot unterbreitet.
      • Andere Airlines können unterschiedliche Regelungen auf Ihren Flügen haben. Für Codeshare Flüge ist zu beachten, dass die Regelungen der jeweiligen Airline gilt, die auch den Flug durchführt. Klicken Sie hier, um die Regelungen der anderen Airlines einzusehen.

      8. Handgepäck

      • Gepäck, das der Fluggast mit in das Flugzeug nimmt, muss unter den Sitz vor dem Fluggast oder ein entsprechendes Gepäckfach in der Kabine passen. Gegenstände, die nach Ansicht des Luftfrachtführers zu groß oder zu schwer sind, dürfen nicht mit in die Kabine genommen werden.
      • Gegenstände, die nicht für den Transport im Gepäckfach geeignet sind (wie beispielsweise empfindliche Musikinstrumente, etc.) dürfen nur in der Kabine mitgeführt werden, wenn der Transport im Voraus angezeigt und vom Luftfrachtführer genehmigt wurde. Der Transport derartiger Gegenstände ist möglicherweise zuschlagpflichtig.

      9. Gepäckrückgabe

      • Der Fluggast hat sein Gepäck entgegenzunehmen, sobald es am Bestimmungsflughafen oder am Ort der Flugunterbrechung zur Abholung bereitgestellt wird.
      • Lediglich der Inhaber des Gepäckscheins und der Gepäckmarke, die dem Fluggast bei Gepäckaufgabe ausgehändigt wurden, hat einen Anspruch auf Herausgabe des Gepäcks. Falls die Gepäckmarke nicht vorgezeigt wird, kann das Gepäck dennoch ausgeliefert werden, wenn der Gepäckschein vorgelegt und das Gepäck auf andere Weise identifiziert wird.
      • Falls die das Gepäck entgegennehmende Person den Gepäckschein nicht vorlegen und das Gepäck auch nicht durch die Gepäckmarke identifizieren kann, so liefert der Luftfrachtführer das Gepäck an diese Person nur aus, falls diese dem Luftfrachtführer zufriedenstellend nachweisen kann, dass sie hierzu berechtigt ist. Auf Aufforderung des Luftfrachtführers hat diese Person eine angemessene Sicherheit zu leisten, um den Luftfrachtführer von der Haftung für jedwede Verluste, Schäden oder Aufwendungen freizustellen, die diesem möglicherweise aufgrund einer solchen Herausgabe entstehen.
      • Die Rücknahme des Gepäcks durch den Inhaber des Gepäckscheins bei Bereitstellung ohne jegliche Beanstandungen stellt den Nachweis dafür dar, dass das Gepäck in gutem Zustand und nach Maßgabe des Beförderungsvertrags ausgeliefert wurde.

      10. Tiere

      • Hunde  (mit Ausnahme von gefährlichen Hunderassen wie der Amerikanischer Pitbull Terrier, Amerikanische Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Japanische Tosa, Argentinische Dogge, Dobermann, Rottweiler) können mit vorheriger Genehmigung des Luftfrachtführers  vorbehaltlich der Tarifbestimmungen befördert werden, wenn sie sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden, mit den gültigen Gesundheits- und Impfzeugnissen, Einreisegenehmigungen und sonstigen von den Ländern vorgeschriebenen Einreise- oder Transitpapieren versehen sind.
      • Tiere sowie deren Käfige und das Tierfutter sind, falls eine Beförderung gestattet wird, nicht im Freigepäck des Fluggasts enthalten, und der Fluggast hat einen Zuschlag nach dem jeweiligen Übergepäcktarif zu entrichten.
      • Blindenhunde/Hunde für Taube oder schwerhörige Personen sowie deren Käfige und Futter werden, vorbehaltlich der Tarifbestimmungen des Luftfrachtführers, zuschlagfrei befördert, wobei das entsprechende Gewicht nicht auf die Freigepäckmenge des jeweiligen Fluggasts angerechnet wird.
      • Für die Annahme von Tieren zur Beförderung ist Voraussetzung, dass der Fluggast die volle Verantwortung für das Tier übernimmt. Der Luftfrachtführer haftet weder für Verletzungen oder den Tod dieses Tiers noch für dessen Verlust, Verspätung oder Krankheit, falls die Einreise in oder die Durchreise durch ein Land, einen Staat oder ein Gebiet verweigert wird.