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ANKÜNDIGUNGEN

Sehr geehrtes Reisebüro-Team, 

Fluggesellschaften müssen in der Lage sein, Passagiere zeitnahe über Änderungen ihrer Flüge zu informieren, damit ihnen beim Eintreten außergewöhnlicher Umstände keine unnötigen Unannehmlichkeiten entstehen. Dies erfordert den Zugriff auf die Kontaktinformationen der Passagiere. Andernfalls können den Passagieren möglicherweise wichtige Mitteilungen nicht zugestellt werden. 

Wenn Reisebüros Reservierungen vornehmen, werden die Kontaktinformationen der Passagiere häufig aufgrund einer inkorrekten Auffassung der Datenschutzanforderungen nicht an Fluggesellschaften weitergegeben. Aus diesem Grund gilt ab dem 1. Juni 2019 das neue verbindliche Buchungsverfahren gemäß der IATA Resolution 830d. 

Was sich ändert: 

  1. Erstens müssen Reisebüros aktiv nachfragen, ob Reisende ihre Kontaktinformationen an die genutzte(n) Fluggesellschaft(en) weitergeben möchten, um im Falle einer Flugunregelmäßigkeit kontaktiert zu werden. 
  2. Wenn der Passagier der Weitergabe seiner Kontaktinformationen an die Fluggesellschaft(en) zustimmt, muss ein Mitarbeiter des Reisebüros die Kontaktinformationen der Passagiere in den PNR eingeben. 
  3. Falls der Passagier der Weitergabe von Kontaktinformationen an Fluggesellschaften nicht zustimmt, muss das Reisebüro ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Fluggesellschaften dann keine Informationen über Flugänderungen oder -stornierungen zustellen können. 

Kontaktinformationen müssen durch das Reisebüro im folgenden Format in den PNR eingegeben werden: 

  • SSR CTCM (Mobiltelefonnummer) 
  • SSR CTCE (E-Mail-Adresse) 
  • SSR CTCR (Der Passagier will keine Kontaktinformationen weitergeben) 

Die Resolution 830d wurde wie folgt geändert: 

Resolution 830d, Absatz 4: 

„... 

4. Um Fluggäste von Störungen und Unterbrechungen des Flugbetriebs in Kenntnis setzen zu können, benötigen Mitglieder und BSP-Fluggesellschaften Kontaktinformationen in angemessenem Umfang für die aktive Kontaktaufnahme mit den Fluggästen. Der Agent muss daher die Kontaktinformationen für den Fluggast angeben, indem er die Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse des Fluggasts in den Passenger Name Record (PNR) eingibt; dabei finden alle geltenden Datenschutzverordnungen und -bestimmungen weiterhin Anwendung. Die Eingabe von Kontaktinformationen in den PNR hat gemäß den Resolutionen zur Regelung der Reservierungsverfahren zu erfolgen. Mitglieder und BSP-Fluggesellschaften verwenden diese Kontaktinformationen ausschließlich zum Zweck betriebsbezogener Benachrichtigungen, z. B. über Flugstornierungen oder -änderungen, und keinesfalls zu Vertriebs- und Marketingzwecken. 

Falls der Fluggast von seinem Recht Gebrauch macht, die Angabe von Kontaktinformationen zu verweigern, ist der Agent verpflichtet, die Verweigerung der Angabe dieser Informationen durch den Fluggast zu dokumentieren und in den PNR einzutragen, um ggf. die gesetzliche Haftung zu begrenzen. Der Fluggast erhält in diesem Fall keine Informationen über Flugstornierungen oder -änderungen (einschließlich Verspätungen des Abflugs). 

...“